Irgendwie bin ich schon angestrengt aufgewacht und kann mal wieder nicht aufhören diese eine Frage unentwegt durchzukauen, die mir auch schon vor dem Koffer packen am Ärmel gezupft hat.
Was passiert eigentlich nach der Reise? Worauf läuft das ganze hinaus?
Immer wieder ärgere ich mich über meine Unfähigkeit im Hier und Jetzt zu bleiben. Den Moment zu genießen.

Die schönsten Landschaften ziehen an uns vorbei und ich, ich überlege mir wie ich diese Schönheit wohl in fernen Momenten wieder hervorrufen könnte um davon zu zehren.
Meine Umgebung gibt mir eine Leichtigkeit vor und ich Nagel sie darauf fest, mir Trost in schwierigen Zeiten zu spenden.
Eine verdrehte Herangehensweise.
Wortgeschichtlich bedeutet Reise nichts anderes als sich erheben und aufzustehen.
Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl wird doch so jeder Firlefanz zur Reise.
Also ist nach der Reise einfach vor der Reise?
Wieso nicht!
Das erworbene Reise-Können, jeden Ort zu seinem Ort zu machen, nutzen.
Mutig, mit dem Kopf voran, in neue Gegebenheiten zu hüpfen.
Aufhören mit der schrecklichen Angst sein Ziel niemals definieren zu können. Vielleicht definiert es sich ja „on the run“. Einfach machen und nicht ständig hinterfragen auf was das nun hinausläuft.
Ach wäre es schön, wenn das so einfach wäre.