Unsere Reise ist das Wertvollste was wir unserer Familie ermöglichen konnten.
24 Stunden des Tages miteinander verbringen zu dürfen ermöglicht es uns gemeinsam lauter tolle Dinge zu tun, Drachen steigen zu lassen, Boot zu fahren, rum zu blödeln wann immer uns danach ist, keine Rücksicht auf Termine nehmen zu müssen und eben spontan zu sein im Alltag, dadurch nicht Abwegen zu müssen wessen Bedürfnis grade zuerst gestillt werden sollten, wir haben Zeit allen gerecht zu werden, können jeden Moment für ein tiefgründiges Gespräch nutzen und brauchen dabei nicht auf die Uhr zu schauen.
Aber wer glaubt, dass wir auf unserer Reise deswegen nur mit fernsehwerbungs reifem Lächeln durch hohe Wiesen hüpfen, einander an den Händen halten und Blümchen pflücken, der irrt sich gewaltig.
Eine Reise wie diese bedeutet auch harte Arbeit, sicherlich ganz ähnlich der, die es im Alltag zu bestreiten gilt aber eben mit Zeit, Zeit um über unendlich vieles nach zu denken, Zeit um den immer neuen Eindrücken gerecht werden und sie verarbeiten zu wollen.
Harte Arbeit in Form von planen, organisieren, überdenken und kalkulieren. Aber eben auch mit sich selbst.
Und nebenbei noch Mama-sein von zwei kleinen Menschlein, die auch hart Arbeiten weil sie sich nunmal entwickeln.
Wir sind ohne große Erwartungen in die Reise gestartet.
Es hätte sein können, dass wir nicht mehr wieder kommen, ein neues Zuhause finden, für immer reisen wollen oder völlig entnervt vom Reisen nach kurzer Zeit wieder auf der Matte stehen.
Wie die Kinder mit der Reise umgehen werden und was es ihnen bringen wird war noch weniger vorhersehbar. Unwissenheit, der wir voller Spannung entgegen gesprungen sind.
Und nun sind wir kurz vor Ende unserer Reise. Niemals hätte ich gedacht dass in mir ein so großer Kampf stattfinden wird, ausgelöst von laut summenden Hummeln in meinem Inneren.
Die eine summt von euch Mäusen, und wünscht sich für euch die nächste Stufe, in der ihr feste Freundschaften schließen und euch alleine in der Welt zurecht finden dürft. Eine schlägt haken weil sie so gerne etwas bewirken würde, was die Welt irgendwie ein Stückchen besser macht, es gibt eine Hummel die mir ständig in die Seite pickst und mich daran erinnert, wie viel Freude mir mein Studium in der Realität bereiten würde und eine Brummt nur noch vor Ärger über diese Welt in der Menschen leben um zu arbeiten.

Wie unsagbar wertvoll, dass wir all den stumpfen Kritiken getrotzt und uns ein Bild davon gemacht haben, wer wir sind und zu wem wir werden wollen. Sicherlich muss man dafür nicht etliche Meilen zurück legen, aber in erster Linie ging es uns lediglich um Zeit, schonungslose Zeit für uns als junge Familie.
Und jetzt wo wir einander besser kennen als je zuvor, stark sind in unserem vierer Gespann, müsst ihr neue Wege zurück legen dürfen. Und ich folge einfach meinen summenden Hummeln und bin dankbar für all die Zeit.